| 23 May 2012 | ||
| 20:30 |
Dead Western + Tim Hodgkinson/Gandolfo Pagano/Dario Sanfilippo
| 30 May 2012 | ||
| 20:30 |
DEAD WESTERN ist ein zerbrechliches Kind – mit dem Rückgrat eines alten Mannes.
DEAD WESTERN ist Troy Mighty. Das zwei te Album des Troubadours aus Sacramento “Suckle At The Supple Teats Of Time”, ein beeindruckendes Werk voll düsterer Schönheit, wurde nun zum Leben erweckt und ent springt aus der berüchtigten Psych- u n d A v a n t- Folk Bewegung der US Westküste.
In den Songs von T r o y Mighty, getragen von geduldvoller akustischer Gitarre, herrscht Traurigkeit und Hoffnung zugleich. Seine außergewöhnlich tiefe Stimme, sein verstörendes Timbre scheint aus unbekannten doch vertrauten Tiefen zu uns zu gelangen. Er singt zu uns sinnlich von der Schwere des Seins und der Schönheit der Welt, von fernen Orten und ihren Menschen. Spielerisch tänzeln Streicher, Bass, Percussion, Chord Organ, Kazoo oder eine singende Säge im Netz der zärtlich gepickten Gitarre. Zusammen stoßen sie Erinnerungen an das Gewicht von Xiu Xiu, Smog, Antony & the Johnsons, Scott Walker oder Marissa Nadler an.
Die Instrumentation gehört ganz der Dynamik der Geschichten, welche Troy Mighty mit so bitterer Ehrlichkeit zu erzählen weiß. Seine Songs klingen als wären sie schon seit hunderten Jahren auf dieser Erde – Musik, in der man sich verstecken und der Welt da draußen trotzen kann.
„Sucke At The Supple Teats Of Time“ ist der Soundtrack zu unseren Fieberträumen, dunkel und sorgenvoll, doch das Herz auswerfend, nach einer Welt voller Weite, voller Liebe.
Erstes Wiener Heimorgelorchester + Automassage + Strom
| 6 June 2012 | ||
| 20:30 |
Erstes Wiener Heimorgelorchester
Die Band verschreibt sich ganz den synthetischen Klängen kleiner, billiger consumer keyboards der Marken Casio, Bontempi, Yahama u.v.a. und entwickelt aus dem LoFi-Sound dieser Synthesizer Pop-Songs mit deutschsprachigen Texten.
Seit 1994 hat das EWHO vier CDs eingespielt, zahlreiche Live-Auftritte absolviert und Musik für Film und Theater komponiert und aufgeführt. 2009 den FM4-Protestsongcontest mit dem Song “Widerstand ist Ohm” gewonnen.
Automassage
(Graz/Murska Sobota)
Die Herrn Ismajlovič (bass), Kajkut (drums), Krienzer (bass), Uhlmann (synth) und Vrbančič (synth) verbraten hier lustvoll die ranzigen Speisereste von Parallel- und Vorgängerprojekten wie Code Inconnu, Neuf Meuf oder The Striggles: Fröhliches Soundgemetzel mit Extra-Bass, Geklöppel und Gschroa. Wie genau sich das anfühlt, lässt sich nicht ganz einfach beschreiben, greift man stilistisch doch relativ schamlos mit beiden Händen in den Gatsch. Das böse Fremdwort dafür lautet Eklektizismus, so schlimm ist es dann aber auch wieder nicht, immerhin macht sich die Vorliebe für schlecht eingestellte Verzerrer, genuschelte Gesangsmelodien, Magengrubenbass, Rauschtürme, Knisterkisten und lo-fi generell dann doch relativ konstant bemerkbar. Das mutet nun alles recht luftig-locker-lustig an, in Wahrheit können die Massagisten aber auch nicht ganz aus ihrer Haut, verkopfen und dekonstruieren was das Zeug hält und hirnen komplizierte musikalische Strukturen aus. Gut nur, dass die dann eh für’n Arsch sind weil sie ohnehin von Synthie-Gewitter und Feedback-Lärm niedergewalzt werden.
Im März 2012 erscheint das Album „We Should Get Rid Of Our Saxophone Player“, ein Kooperationsprojekt von God Bless This Mess Records, Noise Appeal Records, Schnapsidee Records und Radio Student Ljubljana.
http://automassage.bandcamp.com/
Strom
git.: Harald Hofmeister
drums.: Peter Reichenpfader
rhodes: Paul Pieringer
Bass: Erwin Springer
Strom hat sich schon lange von üblichen Songparadigmen verabschiedet – statt Pathos und Inszenierung der Einzelnen die stumme Auflösung im Kollektiv – doch das läßt krachen. Die Tracks werden quasi auf der Bühne geschrieben, die Musiker loopen sich selbst und bauen so ihre Soundstrukturen auf. Diese dienen als Soundtrack für Filme aus den Prelinger-Archiven – ein Potpourri von Belanglosigkeiten längst vergangener Tage…